Die 3 Grundprinzipien der Permakultur

In der Permakultur gibt es 3 Grundprinzipien, die bei allem, was man tut, eingehalten werden sollten.

  • Ist es gut für den Menschen und andere Lebewesen?
  • Ist es gut für den Boden?
  • Ist es gut für die Zukunft?

Nehmen wir als Beispiel den modernen Ackerbau. Ist er gut für den Menschen? Das wird verschieden diskutiert. Die einen sagen, dass man nur so die Weltbevölkerung ernähren kann. Die anderen sagen, dass z.B. der moderne Weizen nicht mehr gesund ist, was man z.B.an der immer häufigeren Glutenunverträglichkeit erkennt. Sagen wir hier also mal es ist unentschieden.

Ist er gut für andere Lebewesen? Das kann man wohl klar mit nein beantworten. Die immer größeren Felder und immer weniger Windschutzhecken sorgen dafür, dass Nistmöglichkeiten für viele Vögel fehlen. Es fehlt aber auch der Schutz für andere Wildtiere.

Ist der moderne Ackerbau gut für den Boden? Auch hier gibt es ein klares Nein. Das Abschwemmen des Bodens ist weltweit ein riesiges Problem in der Landwirtschaft. Der Boden, der eigentlich ein selbstständiges Lebenssystem darstellt, wird degradiert zu einer Struktur, die den Pflanzen die Möglichkeit gibt zu wachsen, aber das durch Kunstdünger und nicht mehr durch den fruchtbaren Boden selber. Dieser wird durch die Behandlung mehr und mehr zu einer toten Materie.

Jetzt nehmen wir einen Waldgarten als Beispiel. Dabei werden in verschiedenen Schichten unterschiedliche essbare Pflanzen gesetzt. Das Ökosystem wird der Natur nachempfunden. Es ist artenreich und mit Pflanzen bestückt, die sich an diesem Standort wohlfühlen. Die Pflanzen werden so ausgewählt, dass sie sich gegenseitig unterstützen.

Jetzt unsere Fragen: Ist das gut für den Menschen und andere Lebewesen?

Ja, es gibt viele leckere Obstsorten, Beeren, Kräuter und Wurzelgemüse zu essen. Für andere Lebewesen entsteht ein vielfältiger Lebensraum. Spitzmittel und Düngemittel brauchen nicht eingesetzt zu werden, weil sie bei diesem Aufbau nicht nötig sind.

Ist die moderne Landwirtschaft so auch in Zukunft machbar? Auch das gibt wieder ein klares Nein. Der immer weniger werdende fruchtbare Boden ist schon ein Grund. Es gibt aber noch einen anderen. Man kann schön berechnen, wie viele Kalorien an Energie verbraucht werden, um eine Kalorie an Lebensmittel zu erzeugen. Die harmlosen Werte sind 10 zu 1, es gibt aber auch Zahlen von über 70 zu 1, je nachdem, was produziert wird. Das ist nur machbar, weil fossile Brennstoffe relativ billig angeboten werden. Dabei haben wir es jedoch mit einer endlichen Ressource zu tun. Es ist schon fast abzusehen, wann das vorbei sein wird.

Ist das gut für die Zukunft? Auch wieder ja. Ein solches System kann ewig überdauern, weil es sich auch ohne Zutun des Menschen erhält. Es gibt auch viele ernstzunehmende Argumente, dass das die einzige Möglichkeit ist, lokal vor Ort die Bevölkerung gesund zu ernähren. Das ist dann wirklich nachhaltige Landwirtschaft.

Es wird übrigens auch ganz spannend, wenn man die Permakultur-Fragen auf andere Bereiche im Leben anwendet. Das würde mit Sicherheit zu einer besseren Welt führen.

„Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben!“
Eleanor Roosvelt

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