Es gibt immer mehr Menschen, die sich – zu Recht – Gedanken um ihre Ernährung machen. Das ist sehr wichtig. Nicht umsonst heißt es: Du bist, was du isst! Unser Körper besteht aus den Nahrungsbestandteilen. Käme ich auf die Idee und würde jemanden fragen „Darf ich mal Zuckerwasser in deinen Tank vom Auto kippen?“, bekäme ich bestimmt einen entrüsteten Aufschrei! Bei unserem Körper sind wir da weniger kritisch…

Aber das, was wir essen, hat nicht nur Auswirkungen auf unseren Körper, sondern auch auf den Boden. Warum es wichtig ist, das in sein Denken mit einzubeziehen, möchte ich in dieser 3teiligen Serie über Bodenfördernde Ernährung deutlich machen.

Ohne Boden können wir nicht überleben

Selbst zurückhaltende Schätzungen gehen davon aus, dass wir noch für 60 Jahre Boden haben. Dann ist es Ende damit. Dr. Elaine Ingham sagt, dass wir uns keine Gedanken machen müssen, dass wir dann verhungern würden, weil wir vorher schon längst verdurstet sind.

Hier wird Boden weggespült

In der ganzen Klimadiskussion kommt der Boden eigentlich viel zu kurz. Dabei hat er eine Schlüsselfunktion: Gesunder Boden könnte unser Klima retten!

Gesunder Boden lebt

In einem gesunden Boden wimmelt es von Leben. Es gibt darin mehr Masse an Tieren unter der Erde als es in einem landwirtschaftlichen Betrieb über der Erde gibt.

Die Bodenorganismen strukturieren den Boden so, dass er locker ist und sehr viel Wasser aufnehmen kann. Dieses Wasser ist wichtig für einen optimalen Wasserkreislauf und kann auch die Erderwärmung aufhalten.

Die Bodenorganismen bringen außerdem sehr viel Kohlenstoff in den Boden. Wir könnten ihn also aus der Atmosphäre wieder in den Boden bringen, wenn der Boden gesund wäre.

Unsere Böden sind tot

Leider sind unsere Böden aber nicht mehr gesund. Es lebt kaum noch etwas darin. Die gängige Bodenbearbeitung in Landwirtschaft und Gartenbau tötet weite Teile des Bodenlebens. Es gibt keine Bodenstruktur mehr. Der Wasserkreislauf ist gestört, wie wir durch die Trockenheit auf der einen und die Überschwemmungen auf der anderen Seite sehr deutlich sehen.

Unsere Böden sind tot

Tote Böden unterstützen das Wachstum der Pflanzen nicht mehr. Es muss gedüngt werden. Außerdem werden Krankheiten gefördert. Ein Teufelskreis.

Tote Böden haben auf Auswirkungen auf unsere Gesundheit, weil die Pflanzen aus einem solchen Boden nicht mehr alle Spurenelemente und Nährstoffe aufnehmen können, wie es für eine gesunde Ernährung für uns nötig wäre.

Jeder trägt für den Boden Verantwortung

Auch wenn man es vielleicht nicht auf denn ersten Blick vermutet, so beeinflusst jeder mit seinen Entscheidungen, wie es unseren Böden geht. Und damit meine ich wirklich jeden und nicht nur die Landwirte!

Unsere täglichen Entscheidungen, was wir zum Essen einkaufen, aber auch welche Kleider und welche anderen Dinge wir kaufen, haben Einflüsse auf den Boden. In den nächsten Teilen dieser Serie werde ich das noch genauer erläutern. Denn darin steckt viel Potenzial für unseren Planeten.

Bodenfördernde Ernährung

Manche schwören auf vegetarisch, paleo, vegan, Frischkost oder was sonst noch alles. Alle haben ihre Gründe dafür und es ist gut und richtig, dass man sich Gedanken macht und Entscheidungen trifft.

Aus Mangel an Wissen wird der Boden nur etwas selten in diese Entscheidungen mit einbezogen. Wie auch immer die eigene Philosophie in Sachen Ernährung ist, sollte man sich doch Gedanken darüber machen, was das, was man isst, mit dem Boden macht.

Hier einige Beispiele:

Fleisch aus intensiven Stallhaltungen ist sehr schädlich für die Böden und auch für unsere Gesundheit. Fleisch hingegen von Tieren, die nach den Prinzipien des Ganzheitlichen Managements gehalten werden, ist sowohl gut für unsere Gesundheit also auch für die Umwelt. Allan Savory, der Begründer des Ganzheitlichen Managements, behauptet, dass wir nur mit den Rindern die Welt retten können und er hat viele sehr hoffnungsvolle Belege dafür.

Damit ist aber nicht nur Weidehaltung gemeint. Sieht man wenige Rinder auf großer Fläche, ist das nicht bodenfördernd. Der Boden verarmt immer mehr.

Getreide ist nur sehr schwer wirklich bodenfördernd anzubauen. Dabei ist es auch nicht so entscheidend, ob es bio angebaut wird oder nicht. Jede Bodenbearbeitung tötet die Bodenorganismen. Wir sollten uns also immer mehr Gedanken machen, ob man das Getreide in der Ernährung nicht ersetzen kann. Z.B. gibt es ganz tolle Brotrezepte aus Nüssen.

Mit Soja ist es ähnlich. In der Regel wird mit dem Anbau das Bodenleben sehr zerstört. Nicht nur das Bodenleben ist betroffen, auch viele Feldtiere und Vögel, die keinen Lebensraum mehr haben.

Das muss nicht sein. Es gibt auch Beispiele, wo mit dem Acker Boden aufgebaut wird. Und genau da muss man hinschauen.

Wo kommt die Nahrung her?

Was wird für den Bodenaufbau getan?

Was gibt es für Nachweise? Auch da werde ich in den nächsten Teilen tiefer darauf gehen für die, die sich da schlau machen wollen.

Wie wäre es also die bodenfördernde Ernährung in die guten Vorsätze fürs neue Jahr mit einzubeziehen? Denn jeder trägt Verantwortung für unsere Böden und Böden sind wichtig für das Überleben der Menschheit!

 

 

 

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